Einsatzmöglichkeiten von automatischen Anlagen und Systemen zur Gartenbewässerung
Der sparsame und sorgsame Umgang mit Wasser wird von den Umweltschutzverbänden ebenso angemahnt wie von der Bundesregierung. Wie dringend dieses Anliegen mit Hinblick auf die Klimaveränderungen ist, zeigen die Sommermonate von Jahr zu Jahr. Während einige Regionen mit Hochwasser und Flutkatastrophen zu kämpfen haben, wurde in anderen Gebieten das Nass zur Mangelware. Die verstärkte Installation von automatischen Bewässerungsanlagen kann helfen, den Wasserverbrauch zu senken. Zudem finden Gartenbaubetriebe, Gärtnereien, Installateure und der Hausmeisterservice eine zusätzliche Einkommensquelle, sofern sich diese Betriebe eingehend mit diesen Systemen auseinandersetzen.
Gartenschlauch vs. Bewässerungssystem

Die Bewässerung mit einem Schlauch oder einem Oszillator verschwendet Wasser. Keine der beiden Methoden zielt mit nennenswerter Präzision auf die Pflanzenwurzeln oder misst, wie viel Wasser eine Pflanze erhalten hat. Im Resultat erhalten die Pflanzen zu wenig oder zu viel Wasser, selten die Menge, die sie benötigen. Automatische Bewässerungssysteme können so programmiert werden, dass sie präzise Wassermengen in einem bestimmten Bereich ausbringen, was zu einem sparsameren Umgang mit Wasser führt.
Eine solche Anlage besteht aus fest verlegten Rohleitungen, die entweder über Sprinkler oder Beregner einen Bereich bewässern oder das Wasser über Tröpfchen-Leitungen direkt an die Wurzeln der Pflanzen abgeben. Diese Bewässerungssysteme lassen sich auf einfache Weise überirdisch verlegen. Allerdings ist diese Methode mit dem Nachteil verbunden, dass die Leitungen jedes Mal weggeräumt werden müssen, wenn der Rasen gemäht oder vertikutiert werden soll. Zudem können die überirdischen Leitungen zur Stolperfalle werden, insbesondere für Kinder. Unterirdisch verlegte Bewässerungsanlagen sind generell effizienter, weshalb sich der höhere Aufwand beim Verlegen rechtfertigt. Bei beiden Konstruktionen ist es möglich, Sprinkler und Tröpfchenleitungen zugleich, aber über getrennte Leitungsstränge zu betreiben. Dazu ist eine Steuerung notwendig, die wiederum durch einen Computer mit entsprechender Software gesteuert wird.
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Wasserqualität und -menge für empfindliche Pflanzen steuern

Dieser öffnet im Bedarfsfall einen oder mehrere Leitungsstränge, um gezielt die erforderliche Wassermenge zu den Pflanzen zu bringen. An diese Leitungsstränge lässt sich ein Dosiersystem koppeln, ähnlich wie beim hydroponischen Gartenbau. Auf diese Weise erhalten die Sumpfpflanzen in einem Bereich des Gartens exakt die benötigte Wassermenge inklusive der Nährstoffe, genau wie die Katzenminze, die Präriekerze und die Wolfsmilchpflanze auf der anderen Gartenseite, die ja bekanntlich trockene Böden vorziehen.
Optimal bewässern auch bei Abwesenheit
Wer oft vom eigenen Zuhause abwesend ist oder in den wohlverdienten Urlaub fahren will, der steht vor dem Problem der Bewässerung des Gartens. Durch die klimatischen Veränderungen gibt es regional begrenzte extreme Trockenperioden. Wird dann nicht gezielt bewässert, müssen nach der Rückkehr die vertrockneten Pflanzen und der verdorrte Rasen entsorgt und der Garten neu bepflanzt werden.

Noch effizienter sind vollautomatische Bewässerungsanlagen. Diese empfangen die Daten von Sensoren. Auf Basis der Daten wird eine Analyse der Bodenfeuchte erstellt. Das Computerprogramm entscheidet dann, ob überhaupt und wenn, wie viel Wasser für die einzelnen Pflanzen zur Verfügung gestellt wird. Für diese Bewässerungsanlagen ist es empfehlenswert, entweder einen Brunnen oder die reguläre Wasserversorgung als Quelle zu nutzen.
Bewässerungsanlagen für Gewächshäuser und Treibhäuser
Diese Bewässerungssysteme für den Garten lassen sich ebenso im Treibhaus installieren. Hier sind die Vorteile noch vielseitiger, denn es kann artgerecht bewässert werden. Pflanzen wie Tomaten vertragen kein Wasser von oben, weshalb Beregnungsanlagen kontraproduktiv wären. Stattdessen lässt sich die Tomatenpflanze gezielt über einen Tröpfchenspender mit Wasser versorgen, ohne dass ein einziges Blatt nass wird.
Wird das Gewächshaus in Sektionen unterteilt, lasen sich Beregner oder Sprüher zeitgleich unter einem Dach mit Tröpfchen-Systemen betreiben. Die modernen Bewässerungssysteme sind in der Lage, den Unterschied zu erkennen, und können entsprechend die Wassermenge auf jeder einzelnen Versorgungsleitung anpassen. Dies geht so weit, dass sogar Sprühnebel erzeugt werden können, um beispielsweise Pflanzen aus dem Regenwald oder die Orchideen-Sammlung mit der erforderlichen Menge Wasser in optimaler Form zu versorgen. Hier bietet es sich an, zur Druckerhöhung auf der entsprechenden Leitung eine Pumpe anzuschließen, welche ebenso vom Computer der Bewässerungsanlage gesteuert wird.
Bewässerungsanlagen mit einem automatischen Feuerlöschsystem koppeln

Dies gilt auch für automatische Feuerlöschsysteme, die sich in die Brauchwasseranlage oder eben in die Bewässerungsanlage für den Garten integrieren lassen. Vorteil dabei ist, dass bereits vorhandene Systeme und Anlagen mitbenutzt werden. Eine Feuerlöschanlage wird im Normalfall niemals benutzt. In der Folge verrotten Ventile, Leitungen korrodieren und das System ist im Notfall nicht betriebsbereit. Wird das Feuerlöschsystem in ein regelmäßig genutztes Bewässerungssystem eingebunden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Störung deutlich geringer.
Schlussbemerkungen zu automatischen Bewässerungssystemen im Garten und Gewächshaus
Ist die Computersteuerung einer automatischen Bewässerungsanlage mit Sensortechnik optimal programmiert, lassen sich jährlich etliche Kubikmeter Wasser einsparen. Zugleich ist garantiert, dass die Pflanzen optimal versorgt sind, notfalls sogar mit den erforderlichen Nährstoffen. Eine automatische Bewässerungsanlage ist also keine Anschaffung rein aus Bequemlichkeit. Diese Systeme sind sinnvoll und ein wichtiger Beitrag zu Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.